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Juli 16, 2010

Neue Außenwerbung der Spreewaldbank eG

Umsetzung eines neuen Corporate Designs in der Außenwerbung der Spreewaldbank eG

Im Zuge der Erneuerung des Corporate Design der Spreewaldbank eG wurde im Frühjahr 2010 auch die Außenwerbung der Filialen an die neue Designlinie angepasst. An insgesamt 7 Standorten im Spreewald wurde das neue Erscheinungsbild auf die jeweiligen Möglichkeiten vor Ort übersetzt. Dabei konnten bereits vorhandene Leuchtwerbeanalagen und weitere Werbeträger durch Reingigung und Wartung überholt und weiter genutzt werden. Die größte Herausforderung bestand neben der Übersetzung des Corporate Design auf die vorhandenen Werbeträger vor allem in der Umsetzung der Schaufensterwerbung, die von der verantwortlichen Werbeagentur (Kross Werbeagentur) jeweils auf unterschiedlichen die Fenstergrößen und Stückzahlen vor Ort angepasst werden musste.

Digitaldruck und Folientechnik

Zum Einsatz kamen vorwiegend Digitaldruckaufkleber (Hochleistungsfolie, digital bedruckt und mit Schutzlaminat versehen), die größtenteils auf Kontur geschnitten wurden. Durch den Konturschnitt entstehen lebendige, wirkungsstarke Motive mit teils lebensgroßen Figuren auf den Fensterflächen.

Filiale der Spreewaldbank in Straupitz mit neuer Beschriftung

Digitaldruck- und Folienbeschriftung der Schaufensterscheiben der Spreewaldbank eG in Straupitz

Bei der Herstellung konturgeschnittener Aufkleber wird zunächst das Motiv auf weißer Selbstklebefolie gedruckt, anschließend laminiert und zum Schluss anhand einer angelegten Schneidkontur maschinell geschnitten. Auch sehr große Fensterflächen sind hierbei kein Problem. Der Digitaldruck mit hoher Auflösung erfolgte mit Solventtinten (lösemittelhaltige Tinten) die witterungsbeständig und für damit für die dauerhafte Außenanwendung geeignet sind.  In einigen Bereich kamen zudem Hochleistungsfolien von Orafol zum Einsatz, wenn es um die Umsetzung von einfachen Beschriftungen wie beispielsweise der Öffnungszeiten ging. Zudem wurde auf den Leuchtflächen mit transluzenten Folien (durchscheinende, “Leuchtkastenfolien”) gearbeitet.

Ausschnitt aus der Filialbeschriftung der Spreewaldbank in   Vetschau

Schaufensterbeschriftung der Spreewaldbank eG in Vetschau (insgesamt 23 Fensterflächen)

Montage

Die Montage der Folien erfolgte auf die Außenseiten der Schaufensterflächen. Diese wurden zuvor gründlich gereinigt (Entfernen von Fettspuren, Kleberesten, Russ- und Staubablagerungen), um eine optimale Klebehaftung zu erreichen. Für jeden Standort wurde ein Montageplan erstellt, um die je nach Standort bis zu 80qm Gesamtfläche an Beklebungen zügig montieren zu können. Termine und Reihenfolge der Montage an den Standorten wurde auf die Witterungsbedinungen und die Wünsche der Kundin abgestimmt. Beklebungen in diesen Größenordnungen sind am besten bei Durchschnittstemperaturen von ca. 16-24° C durchzuführen.

Schaufensterbeschriftung der Spreewaldbankfiliale im Spreeforum

Schaufensterbeschriftung mit konturgeschnittenen Digitaldruckaufklebern und Folienplots (Spreewaldbank eG in Lübbenau)

Erfolgsfaktoren für die gelungene Umsetzung eines neuen Corporate Design in einem Filialnetz:

  1. Kundin, Werbeagentur und Produktion/Montage setzen sich gleich zu Beginn an einen Tisch
  2. Bestandsaufnahme der Möglichkeiten an jedem Standort: Inventur der Werbeträger (vom Fahrradständer bis zur Leuchtwerbung)
  3. Erörterung der technischen Umsetzung der Werbung/Corporate Design-Richtlinie auf den jeweiligen Standort (unterschiedliche Fassaden, Fenstergrößen, etc.)
  4. Abstimmung von Farben (Folienfarben, Lackfarben, Digitaldruckfarben), Rücksprache über technische Grenzen (Schriftgrößen im Folienplot, etc.)
  5. Prüfung baurechtlicher und denkmalrechtlicher Fragen (ausreichend Zeit für Abstimmung mit Behörden einplanen)
  6. Aufmaß-/Besichtigungstermine vor Ort, Rückkopplung der Ergebnisse mit der Grafik/Werbeagentur
  7. Beginn der Reinzeichnung der Daten durch die Grafik/Werbeagentur nach Vorliegen der Maße und technischen Möglichkeiten
  8. Parallel verläuft die Produktions- und Montageplanung, Terminabstimmungen (z.B. Legung der Montagen auf publikumsschwache Wochentage)
  9. Produktion aller Drucke und Folien in einem Durchgang, d.h. die Daten müssen zum vereinbarten Termin und vollständig vorliegen
  10. Dokumentation der Arbeiten, somit lassen sich auch später schnell und unkompliziert Drucke erneuern (z.B. bei Glasbruch, Fenster-/Fassadenarbeiten)

Für die angenehme und gute Zusammenarbeiten bei diesem Projekt bedanken wir uns bei Kross Werbeagentur und der Spreewaldbank eG.

Juli 2, 2010

Acrylschriftzüge für direkte Fassadenmontage

Acrylformen — Schlagwörter: ,

Schriftzüge und Logos aus Acryl

Aus dem Grundstoff Acryl lassen sich neben Schildern auch Buchstaben und grafische Formen schneiden. Dabei wird das Motiv aus einer Acrylplatte mittels einer Fräse oder eines Lasers geschnitten. Je nach gewählter Plattenstärke (ab 3mm) sind so Buchstabenstärken bis 30mm möglich. Im Prinzip lassen sich auch sehr filigrane Schriftzüge aus Acryl schneiden, zu empfehlen ist aber eine Stegbreite von mindestens 25mm, sodass sich die Halterungen noch gut anbringen lassen. Spitz zulaufende Formen oder feine Serifen sind dabei unproblematisch.

Acrylbuchstabe mit rückseitig verklebter Wandhalterung aus  Kunststoff

Acrylbuchstabe mit rückseitig verklebter Wandhalterung aus Kunststoff.

Durchgefärbter Acrylbuchstabe mit frontseitiger Kaschierung

Auf das grün durchgefärbte Acrylglas wird ein Digitaldruck aufkaschiert, um Verläufe und Schattierungen zu realisieren.

Die Befestigung erfolgt in den meisten Fällen mit Distanzhaltern aus Kunststoff, die rückseitig verklebt werden. Für größere Wandabstände bzw. schwerere Buchstaben werden Edelstahlbolzen verwendet, die mit einem Gewinde in den Buchstaben verschraubt werden und in spezielle Dübel in der Fassade verklebt werden.

Bei der farblichen Gestaltung kann auf eine Palette von durchgefärbten Acrylgläsern zurückgegriffen werden. Hier ist mensch allerdings auf die Farbpalette des Herstellers angewiesen, auch sind nicht alle Plattenstärken in Farbe verfügbar. Mehr Spielraum zum etwas höheren Preis bietet die Möglichkeit der Lackierung der Acrylbuchstaben nach dem RAL-Farbsystem. Der Rohling besteht dann aus transparetem Acrylglas. Zargen und Spiegel werden lackiert. Darüber hinaus ist auch die Kaschierung mit Digitaldrucken und Schneidplotfolien möglich (z.B. für Metallic-Effekte).

Das folgende Beispiel zeigt eine Kombination der beschriebenen Verfahren.

Der Schriftzug “FADICE” wurde zunächst im Layoutprogramm gesetzt, die Schrift konvertiert und lediglich die Pfade (Konturen) als Datei gespeichert. Die Anforderungen an die Konturdaten lehnen sich stark an die Anforderungen von schneidplottauglichen Daten an (siehe hierzu Erstellen von schneidplottauglichen Daten).

Acrylschriftzug für Fassadenmontage

Acrylschriftzug für Fassadenmontage

Anhand der Konturdaten wurde der Schriftzug aus durchgefärbten, 8mm starkem Acrylglas geschnitten.

Acrylschriftzug Detailaufnahme

Acrylschriftzug Detailaufnahme der Buchstaben

Nach dem Polieren der Kanten erfolgte die rückseitige Verklebung der Distanzhalter. Die Positionierung der Halterungen erfolgt passgenau nach der erstellten Bohrschablone für die spätere Fassadenmontage.

Die im Layout vorgesehenen Schatten und Verläufe wurden im witterungsbeständigen Digitaldruck auf einer transparenten Selbstklebefolie erzeugt und auf die Frontfläche der Buchstaben kaschiert.

Die Montage auf die Fassade erfolgte mit einer Bohrschablone, sodass alle Einzelelemente später in der Richtigen Position stehen. Beleuchtet wird die Werbung durch einen oberhalb des Schriftzuges verlaufenden Lichtfluter.


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