“Eine Fahne trägt man vor sich her, wenn man aus der Kneipe kommt. Sonst heißen die Dinger Flaggen!”
So kommentierte einer unserer Kunden die Begriffsverwirrung zum Thema Flaggen. Bevor wir Ihnen die Konfektionsmöglichkeiten vorstellen, wollen wir daher die Begrifflichkeiten kurz erläutern.
Fahne und Flagge – zur Begriffsklärung
Ein bisschen Wahrheit liegt tatsächlich in der Annahme, das für gewöhnlich Flaggen gemeint sind, wenn von Fahnen gesprochen wird. Beide Begriffe führen aber letztlich zum gleichen Produkt. Flaggen und Fahnen bestehen aus einem ein- oder mehrfarbig bedrucktem Tuch, das auf verschiedene Arten an einem Fahnenmast- bzw. -stock befestigt ist. Als Fahne bezeichnet man i.d.R. ein Einzelstück, das die Zugehörigkeit zu einer Gruppe kennzeichnet. Die Fahne ist nur für diesen Verwendungszweck als Unikat gefertigt und nicht ohne weiteres durch ein gleichartiges Stück zu ersetzen. Hierin liegt auch der wesentliche Unterschied zur Flagge, deren Bedeutung ebenfalls in der Kennzeichnung zu einer bestimmten Gemeinschaft / Organisation (z.B. Nationalflaggen, Vereins-/Parteiflaggen, Firmenflaggen) besteht. Flaggen werden allerdings nicht als Einzelstück, sondern meist in hoher Auflage und verschiedenen Formaten produziert, die nach Ihrem Verschleiß entsorgt und durch neue Exemplare ersetzt werden.
Während die Fahne also ein Unikat darstellt, an deren Erhalt bzw. zu dessen Verteidigung alles dran zu geben gilt, wird die Flagge bei Verlust oder Sturmschäden einfach nachbestellt.
Für nähere, ausführliche Informationen empfehlen wir die Lektüre auf Wikipedia, bzw. das Nachschlagen in einem guten Lexikon, z.B. im Brockhaus.
Flaggenproduktion
Flaggen werden meist im Digitaldruck oder bei hohen Auflagen im Siebdruck produziert. Beim Digitaldruck gibt es mit dem normalen direkten Tintenstrahldruck (meist mit Lösemitteltinten, seltener InkJet-Druck) und dem digitalen Sublimationsdruck zwei verschiedene Verfahren der Produktion. Allerdings ist nur der Sublimationsdruck tatsächlich für eine dauerhafte Außenanwendung geeignet. Probleme mit Weißbruch (Abplatzen der Tinte von der Oberfläche) bzw. einem schnellen Ausbleichen des Druckes treten hierbei wesentlich seltener auf. Im Vergleich hierzu sind Siebdruckanwendungen gerade bei einfarbigen und hochauflagigen Anwendungen meist günstiger zu realisieren.
Flaggenkonfektion
Aus den verschiedenen Verarbeitungsformen haben sich für den Massengebrauch drei Standardkonfektionstypen herausgebildet, die am häufigsten anzutreffen sind:
- Bannerflaggen
- Hissflaggen
- Galgen-/Auslegerflaggen
Darüber hinaus existieren auch hier vielzählige Mischformen und Sonderkonfektionen.
Bannerflaggen
Bannerflaggen werden meist im Hochformat produziert. An der Ober- und Unterkante wird dabei ein Hohlsaum genäht, durch den eine Stange gezogen wird. Die Stangen stehen an beiden Seiten etwas über. Hieran werden die Kordeln für die Aufhängung der Flagge befestigt. Die langen Seiten der Bannerflagge sind mit einer doppelten Naht umnäht. Bannerflaggen können zudem rückseitig mit einer Sturmsicherung ausgerüstet werden.
Auf Grund ihrer Windanfälligkeit sind Bannerflaggen nur für den kurzfristigen Außeneinsatz bzw. in windarmen Gebieten geeignet. Die Mastbefestigung ist auch an für Hissflaggen ausgerüsteten Masten möglich.
Hissflaggen
Der Klassiker. Hissflaggen werden ebenfalls in den meisten Fällen im Hochformat produziert. Umlaufend sind die Ränder mit einer Doppelnaht umnäht. Die Mastseite der Flagge ist zudem mit einem Gurt-/Besatzband verstärkt, auf das die Karabiner aufgenäht sind. Zum Hissen der Flagge werden die Karabiner in die beweglichen Ösen des Fahnenmasten eingeklinkt.
Galgen-/Auslegerflaggen
Galgenflaggen sind eine Erweiterung der Hissflagge. Damit auch an windstillen Tagen das Flaggenmotiv zu erkennen ist, verfügt der Flaggenmast über eine Auslegerhalterung (Stange am Kopf des Masten), auf welche die Flagge aufgezogen wird. Die Flagge ist hierzu an der Oberseite mit einem Hohlsaum ausgerüstet, die Seiten und Unterkante sind wie bei einer gewöhnlichen Hissflagge umnäht, die Mastseite mit Karabinern ausgerüstet.
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