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Juli 13, 2011

Schablonenfolien im Einsatz

Soll ein Motiv mit Fassadenfarbe auf einer Wand aufgebracht werden, kommt Schablonenfolie (z.B. aus der Serie 810 von Orafol) zum Einsatz. Die Schablonenfolie lässt sich ebenso wie gewöhnliche Hochleistungsfolie (siehe hierzu in der Rubrik Folienschriften) auf Schneideplottern verarbeiten.

Das Motiv wird dabei als Negativ aus der Folie geschnitten und mit Übertragungspapier versehen. An der Fassade bzw. dem Montageuntergrund wird die Folie dann zunächst sorgfältig aufgerakelt. Bei rauhen oder unebenen Untergründen kann dies sehr zeitaufwändig sein, der Aufwand wird später aber mit sauberen Motivkonturen belohnt. Überall wo die Folie nicht richtig anliegt, kann sich Farbe sammeln und die Kontur ausfransen. Ist die Folie aufgebracht, kann sofort mit der Übertragungsarbeit begonnen werden. Die Fassadenfarbe wird dabei vorsichtig und am besten in mehreren Durchgängen aufgetragen.

Diese Arbeiten führen Sie am besten bei trockenem und windstillem Wetter durch.

Am häufigsten werden Schablonen für die Übertragung eines Firmenschriftzugs auf die Fassade genutzt (z.B. bei einem Ladengeschäft). Wenn Acrylschriftzüge oder Leuchtwerbung nicht gewünscht oder erlaubt sind, stellt dies eine gute und auch für den Denkmalschutz (meist) verträgliche Lösung dar (siehe hierzu auch Übertragungsarbeiten mit Schablonenpapier).

Es sind aber auch außergewöhnliche Spezialanwendungen möglich, wie das folgende Beispiel zeigt.

Fassadenbemalung mit Meßfeldern

Ergebnis der Übertragungsarbeit an der Fassade

Der Fachbereich III – Labor für Photogrammetrie der Beuth-Hochschule Berlin (www.beuth-hochschule.de) nutzte die Schablonentechnik, um Messfelder auf die Fassade des Hochschulgebäudes zu übertragen. Auf diese Weise können künftig Studierende Vermessungsübungen mit moderner Messtechnik am Gebäude durchführen.

Im ersten Schritt wurde die Grundfläche in weiß auf die Fassade übertragen. Dies geschah durch Abkleben eines Quadrates mit normalem Malerkrepp.

Auf die gut durchgetrocknete weiße Fassadenfarbe wurde dann im zweiten Schritt die Schablone aufkaschiert.

Messfeld mit Schablone und Fassadenfarbe auf die Fassade aufgebracht.

Ergebnis der Übertragungsarbeit

Nach vorsichtigem Abziehen des Montagepapiers (dritter Schritt) wurden die nun freiliegenden (ausgesparten) Bereiche mit schwarzer Fassadenfarbe gestrichen. Der Farbauftrag erfolgte in mehreren Arbeitsgängen. Erst nach vollständiger Trocknung wurde im letzten Schritt das Schablonenpapier wieder entfernt.

Sichtbar wird das fertige Motiv.

Mai 23, 2011

Folienbuchstaben

Schriftzüge aus Folienbuchstaben lassen sich für diverse Beschriftungen und Montageuntergründe fertigen. Die Buchstaben werden dabei mit einem Schneideplotter produziert. Langfristige und kurzfristige Beschriftungen im Außenbereich sind durch Auswahl der passenden Folienserie möglich.

Beschriftung einer Containerwand mit schwarzer Hochleistungsfolie.

Beschriftung einer Containerwand mit schwarzer Hochleistungsfolie.

Für die Montage eignen sich am besten glatte, ebene Untergründe (Glas, Metall, etc.). Kompliziertere Kaschierungen, wie beispielsweise das Einarbeiten in eine strukturierte Oberfläche sind grundsätzlich möglich. Grobe Strukturen wie in diesem Beispiel die breiten Rippen der Containerwand sind dabei unproblematischer als feine, z.B. geprägte Strukturen.

Beklebung einer Containeraußenwand mit schwarzer Hochleistungsfolie. Die Folie ist in das Profil der Wand eingearbeitet.

Beklebung einer Containeraußenwand mit schwarzer Hochleistungsfolie. Die Folie ist in das Profil der Wand eingearbeitet.

Bei der Wahl der passenden Schriftart und Größe sollte der Montageuntergrund bereits berücksichtigt werden. Wie hier zu erkennen, wird durch “Berge” und “Täler” des Untergrunds auch das Erscheinungsbild des Schriftzugs beeinflusst (Verlust an Strichstärke).

Januar 25, 2011

Glasdekorfolien zur Gestaltung von Glasflächen

Von Glasdekor- und Milchglasfolien

Glasdekore, v.a. die silberne Einfärbungen werden häufig auch als Milchglasfolie bezeichnet. Glasdekore machen Glasflächen undurchsichtig, ohne gleichzeitig den Lichteinfall komplett zu nehmen. Glasdekore reduzieren den Oberflächenglanz von Glas und reduzieren somit unerwünschte Spiegelungen. Sie erzeugen den Eindruck von geschliffenen oder geätztem Glas und trüben die Durchsicht ohne dahinter liegende Räume zu verdunkeln. Sie eignen sich daher auch gut als Sichtschutz für Büroeinheiten, Schaufenster, etc. Glasdekorfolien lassen sich gut im Schneidplot verarbeiten, sodass ausgesparte Texte, Logos oder einfache grafische Motive möglich sind. Erhältlich sind verschiedene Färbungen (z.B. gold, silber), die am häufigsten nachgefragt werden.

Im Innenbereich (wenig bis gar keine UV-Einwirkung) halten diese Folien “beinahe unbegrenzt” (der Hersteller verspricht 7 Jahre Haltbarkeit bei vertikaler Außenbewitterung) und lassen sich selbst nach Jahren noch rückstandsfrei entfernen. Unsere Erfahrungen beziehen sich dabei auf Folien von Oracal, bei Glasdekoren anderer renommierter Hersteller sollte dies aber ähnlich sein. Von dem Einsatz von “Baumarkt-” oder “No Name”-Folien raten wir ab.

Die meisten Glasdekore verfügen über einen permanenten Kleber (Solvent Polyacrylat), d.h. sie lassen sich nur mit Wärme und viel Handarbeit ablösen. Bei kurzfristig angelegten Beklebungen, z.B. im Messebereich empfehlen wir den Einsatz von Trennmitteln bei der Verklebung. Trennmittel reduzieren die Klebkraft der Folie, sodass die Folienentfernung schneller zu bewerkstelligen ist.

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