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August 26, 2011

Automatenaufkleber

Viele Bedienautomaten werden mit einer Herstellerbeklebung ausgeliefert, die in den seltensten Fällen zum eigenen Corporate Design passt. Hier lassen sich mit konturgeschnittenen Aufklebern (Konturplott/Schneideplott) im eigenen Design sehr ansprechende Lösungen erzielen.

Aufkleber für Bedienautomaten

Der Digitaldruckaufkleber wurde maschinell geschnitten (geplottet), um Münzeinwurf und Schloss auszusparen. Auch komplexere Oberflächen (viele Bedienknöpfe, etc.) sind machbar, wenn die Schablone der Blende in digitaler Form vorliegt.

Im besten Fall liegt die Schablone der Bedienblende in digitaler Form vor, sodass sich daraus bereits die Konturen für den Schneidplott entnehmen lassen. Alle Schneidkonturen werden dann als Pfade über dem Druckmotiv in der Datei angelegt. Im Ripprozess (Einlesen der Druckdaten in die Druckmaschine) werden Druckdaten und Schneiddaten automatisch voneinander getrennt. Druck und Schnitt erfolgen dann meist in aufeinander folgenden Arbeitsgängen durch die gleiche Maschine.

Was lange Zeit dem Siebdruck vorbehalten war, ist mit Einführung neuer Maschinen und Drucktechnologien nun auch im Digitaldruck möglich. Das Drucken von Deckweiß und Metallictönen.

Die aktuelle Maschine VS640 aus dem Hause Roland bietet die Möglichkeit, mit dem erweiterten Farbraum aus CMYKLcLm (LightCyan und LightMagenta) und gleichzeitiger Kombination von Deckweiß und Silber zu drucken. Dabei lassen sich Deckweiß und Silber sowohl über die CMYK-Flächen drucken als auch darunter. Die neue Silbertinte ermöglicht zudem das Drucken von reinem Silber bzw. verschiedensten Metallictönen, die aus Silber und CMYK gemischt werden.

Gerade für Beschilderungen am PoS, Wandbeklebungen und Schaufensterdekorationen bieten sich damit neue Möglichkeiten, kostengünstig spannende Motive umzusetzen. Mit der integrierten Schneidplotfunktion zum Erstellen konturgeschnittener Digitaldrucke sind alle benötigten Funktionen für hochwertige Dekorationen in einer Maschine vereint.

Auf der Webseite von Roland stehen erste Anwendungsbeispiele für die Grafiksoftware Adobe Illustrator® bereit. Folgen Sie hierzu dem externen Link auf die Webseite von Roland.

Januar 14, 2011

Großflächige Folienbeschriftungen

Einsatz von Aufklebern (Digitaldruckfolien) und Folienschriften (Schneidplotfolie) für Fassaden und Großflächen

Schneidplotfolien und Digitaldrucke können für großflächige Kaschierungen (Schaufenster, Fassade) eingesetzt werden. Die meisten Schneidplotfolien liegen bis zu einer Bahnbreite von 1260mm vor (manche auch nur darunter), sodass große Buchstaben mit Teilungen hergestellt werden müssen.

Folienplot aus Hochleistungsfolie, kaschiert auf eine Hallenwand über eine Länge von ca. 30m.

Folienplot aus weißer Hochleistungsfolie. Die Folienbeschriftung wurde über eine Länge von ca. 30m auf der Hallenwand kaschiert.

Eine Teilung des Motivs wäre aber selbst dann nötig, da die Montage von Bahnbreiten über 1200mm bereits aufwändig und bei noch größeren Breiten nicht mehr sinnvoll zu lösen wäre.

Wird mit Teilungen gearbeitet, so erfolgt dies meist mit einer geringen Überlappung der Folien, um schrumpfungs- und dehnungsbedingte Veränderungen der Folie ohne spätere Blitzer zu ermöglichen.

Lediglich in Spezialfällen wie Hinterleuchtungen oder kurzfristige Anwendungen kann darauf verzichtet werden.

Montageuntergründe für Folien und Aufkleber

Wichtigste Voraussetzung für die Großflächenkaschierung ist ein geeigneter Untergrund. Dieser ist im besten Fall sehr glatt (ohne Prägungen / Strukturen) und aus einem witterungsbeständigem Material. Die häufigsten Verklebungen von Aufklebern und Folien erfolgen daher auf Aludibond® (einem Aluminiumverbundmaterial, siehe auch unser Blogartikel “Werbetafeln und Firmenschilder aus Aluminiumverbundplatten“), Acryl- bzw. Plexiglas®, reinem Aluminium oder Stahl, bzw. Kunststoffen wie PVC und Glas. Allen Materialien gemein ist, dass sie weitestgehend witterungsbeständig sind und wenig bzw. kein Wasser aufnehmen und eine geringe Materialdehnung aufweisen. Unbehandelte Oberflächen wie Holz, Beton, Stein, etc. sind dagegen eher ungeeignet. Hier gibt es inzwischen eine Reihe von Spezialfolien, deren Einsatz bei Fassadenflächen preislich aber noch nicht attraktiv sind. Darüber hinaus lassen sich die im Messebereich anzutreffenden MDF-Platten gut kaschieren, da sie über eine Kunststoffoberfläche oder Lackierung verfügen, die eine gute Klebehaftung der Folien und Aufkleber ermöglicht.

Lackierte, glatte Oberflächen sind ebenfalls für die Folienbeklebung mit Plotfolie oder Digitaldrucken geeignet, jedoch muss hier eine ausreichend lange Trocknungszeit (ca. 3 Wochen) eingeplant werden, bis der Lack vollständig ausgegast und durchgehärtet ist.

Sind die grundsätzlichen Montagevoraussetzungen erfüllt, steht der Beklebung nichts mehr im Wege. Ein Aufmaß- und Besichtigungstermin vor Ort dient zur Erfassung der Abmessungen der Fassadenfläche und der Prüfung der Montagebedingungen (z.B. Stellfläche für Arbeitsbühnen, Rüstungen, etc.).

Besonderheiten bei großflächigen Folienbeschriftungen (Folien-/Schneidplot)

Produziert werden die Beschriftungen von einer Vektordatei, d.h. alle Formen, Buchstaben, etc. müssen als Pfadobjekt in einem Layoutprogramm wie z.B. Corel Draw®, Adobe Illustrator®, InkScape, FreeHand®, etc. erzeugt werden. Mehrfarbige Motive sind möglich, so weit sich in der Farbpalette des Folienherstellers (z.B. von Orafol, Farbkarte Serie 751) eine passende Farbe findet. Großformatige Fotos, bzw. vielfarbige Motive können bei der ausschließlichen Umsetzung mit Plotfolie nicht realisiert werden, Kombinationen aus beiden Verfahren (Schneidplot + Digitaldruck) sind aber ohne Probleme möglich. Besteht die Möglichkeit, alle Bestandteile des Motivs als Schneidplot zu realisieren, wäre dieses Verfahren dem Digitaldruck vorzuziehen, um eine längere Haltbarkeit (bis zu 8 Jahren, laut Hersteller) zu erreichen.

Besonderheiten bei großflächigen Digitalduckkaschierungen (Aufkleber)

Digitaldrucke auf selbstklebende Hochleistungsfolien (sogenannte Aufkleber) ermöglichen mehr Spielraum bei der Gestaltung. Der Druck erfolgt im Farbsystem CMYK auf selbstklebende Vinyl-/PVC-Folie. Je nach Anwendungszweck (Motiv) kann der Druck auf weiße, opake Folie oder auf transparente (klare) Folie erfolgen. Auf transparenten Folien lassen sich auch Deckweißanwendungen realisieren, die bislang dem Siebdruck vorbehalten waren. Insbesondere für Schaufenster bzw. Glasflächen/-fassaden erweitert Deckweiß die Gestaltungsmöglichkeiten, da nun blickdichte, transluzente (durchscheinend) transparente Bereiche bereits im Druck kombiniert werden können.

Bei großen Flächen wird auch hier in Bahnen mit Teilungen und automatisch generierten Überlappungen produziert. Mit einigen Digitaldruckmaschinen (z.B. Roland VersaCAMM-Drucker) lassen sich Digitaldruck und Schneidplot kombinieren, sodass hier direkt nach dem Druck ein maschineller Konturplot erfolgt.

Aufgrund der geringeren Haltbarkeit der Tinten (je nach UV-Einstrahlung ca. 2 Jahre) finden Digitaldruckkaschierungen derzeit am häufigsten in der saisonalen Werbung, kurzzeitigen Promotions (Shopwerbung) und im Messebereich Anwendung.

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