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Januar 14, 2011

Großflächige Folienbeschriftungen

Einsatz von Aufklebern (Digitaldruckfolien) und Folienschriften (Schneidplotfolie) für Fassaden und Großflächen

Schneidplotfolien und Digitaldrucke können für großflächige Kaschierungen (Schaufenster, Fassade) eingesetzt werden. Die meisten Schneidplotfolien liegen bis zu einer Bahnbreite von 1260mm vor (manche auch nur darunter), sodass große Buchstaben mit Teilungen hergestellt werden müssen.

Folienplot aus Hochleistungsfolie, kaschiert auf eine Hallenwand über eine Länge von ca. 30m.

Folienplot aus weißer Hochleistungsfolie. Die Folienbeschriftung wurde über eine Länge von ca. 30m auf der Hallenwand kaschiert.

Eine Teilung des Motivs wäre aber selbst dann nötig, da die Montage von Bahnbreiten über 1200mm bereits aufwändig und bei noch größeren Breiten nicht mehr sinnvoll zu lösen wäre.

Wird mit Teilungen gearbeitet, so erfolgt dies meist mit einer geringen Überlappung der Folien, um schrumpfungs- und dehnungsbedingte Veränderungen der Folie ohne spätere Blitzer zu ermöglichen.

Lediglich in Spezialfällen wie Hinterleuchtungen oder kurzfristige Anwendungen kann darauf verzichtet werden.

Montageuntergründe für Folien und Aufkleber

Wichtigste Voraussetzung für die Großflächenkaschierung ist ein geeigneter Untergrund. Dieser ist im besten Fall sehr glatt (ohne Prägungen / Strukturen) und aus einem witterungsbeständigem Material. Die häufigsten Verklebungen von Aufklebern und Folien erfolgen daher auf Aludibond® (einem Aluminiumverbundmaterial, siehe auch unser Blogartikel “Werbetafeln und Firmenschilder aus Aluminiumverbundplatten“), Acryl- bzw. Plexiglas®, reinem Aluminium oder Stahl, bzw. Kunststoffen wie PVC und Glas. Allen Materialien gemein ist, dass sie weitestgehend witterungsbeständig sind und wenig bzw. kein Wasser aufnehmen und eine geringe Materialdehnung aufweisen. Unbehandelte Oberflächen wie Holz, Beton, Stein, etc. sind dagegen eher ungeeignet. Hier gibt es inzwischen eine Reihe von Spezialfolien, deren Einsatz bei Fassadenflächen preislich aber noch nicht attraktiv sind. Darüber hinaus lassen sich die im Messebereich anzutreffenden MDF-Platten gut kaschieren, da sie über eine Kunststoffoberfläche oder Lackierung verfügen, die eine gute Klebehaftung der Folien und Aufkleber ermöglicht.

Lackierte, glatte Oberflächen sind ebenfalls für die Folienbeklebung mit Plotfolie oder Digitaldrucken geeignet, jedoch muss hier eine ausreichend lange Trocknungszeit (ca. 3 Wochen) eingeplant werden, bis der Lack vollständig ausgegast und durchgehärtet ist.

Sind die grundsätzlichen Montagevoraussetzungen erfüllt, steht der Beklebung nichts mehr im Wege. Ein Aufmaß- und Besichtigungstermin vor Ort dient zur Erfassung der Abmessungen der Fassadenfläche und der Prüfung der Montagebedingungen (z.B. Stellfläche für Arbeitsbühnen, Rüstungen, etc.).

Besonderheiten bei großflächigen Folienbeschriftungen (Folien-/Schneidplot)

Produziert werden die Beschriftungen von einer Vektordatei, d.h. alle Formen, Buchstaben, etc. müssen als Pfadobjekt in einem Layoutprogramm wie z.B. Corel Draw®, Adobe Illustrator®, InkScape, FreeHand®, etc. erzeugt werden. Mehrfarbige Motive sind möglich, so weit sich in der Farbpalette des Folienherstellers (z.B. von Orafol, Farbkarte Serie 751) eine passende Farbe findet. Großformatige Fotos, bzw. vielfarbige Motive können bei der ausschließlichen Umsetzung mit Plotfolie nicht realisiert werden, Kombinationen aus beiden Verfahren (Schneidplot + Digitaldruck) sind aber ohne Probleme möglich. Besteht die Möglichkeit, alle Bestandteile des Motivs als Schneidplot zu realisieren, wäre dieses Verfahren dem Digitaldruck vorzuziehen, um eine längere Haltbarkeit (bis zu 8 Jahren, laut Hersteller) zu erreichen.

Besonderheiten bei großflächigen Digitalduckkaschierungen (Aufkleber)

Digitaldrucke auf selbstklebende Hochleistungsfolien (sogenannte Aufkleber) ermöglichen mehr Spielraum bei der Gestaltung. Der Druck erfolgt im Farbsystem CMYK auf selbstklebende Vinyl-/PVC-Folie. Je nach Anwendungszweck (Motiv) kann der Druck auf weiße, opake Folie oder auf transparente (klare) Folie erfolgen. Auf transparenten Folien lassen sich auch Deckweißanwendungen realisieren, die bislang dem Siebdruck vorbehalten waren. Insbesondere für Schaufenster bzw. Glasflächen/-fassaden erweitert Deckweiß die Gestaltungsmöglichkeiten, da nun blickdichte, transluzente (durchscheinend) transparente Bereiche bereits im Druck kombiniert werden können.

Bei großen Flächen wird auch hier in Bahnen mit Teilungen und automatisch generierten Überlappungen produziert. Mit einigen Digitaldruckmaschinen (z.B. Roland VersaCAMM-Drucker) lassen sich Digitaldruck und Schneidplot kombinieren, sodass hier direkt nach dem Druck ein maschineller Konturplot erfolgt.

Aufgrund der geringeren Haltbarkeit der Tinten (je nach UV-Einstrahlung ca. 2 Jahre) finden Digitaldruckkaschierungen derzeit am häufigsten in der saisonalen Werbung, kurzzeitigen Promotions (Shopwerbung) und im Messebereich Anwendung.

September 26, 2010

Haubentransparente

Haubentransparente besitzen anstelle einer planen Acrylscheibe eine Haube aus Acrylglas, deren Tiefe variiert werden kann. Gängige Bautiefen sind 40-90mm, die Zargen (Seitenflächen) tauchen dabei etwas in den Aluminiumkörper des Transparentes ein und werden durch die Seitenwände verschraubt.

Acrylhaube mit Folienbeschriftung.

Acrylhaube mit mehrfarbiger Folienbeschriftung. Auch die Zargen der Haube wurden mit Folie bezogen.

Acrylhaube eines Leuchttransparentes mit Folienbeschriftung.

Acrylhaube eines Leuchttransparentes mit mehrfarbiger Folienbeschriftung.

In den meisten Fällen werden die Zargen durch Verkleben an die Spiegelfläche angesetzt – vor allem aus Kostengründen. Möglich wäre auch die Herstellung einer Tiefziehform bei höheren Auflagen.

Je nach gewünschter Optik können die Zargen ebenfalls mit Folie oder Drucken bezogen werden. Für die Beschriftung eignen sich hierbei transluzente Folienschriften (z.B. Serie 8500 von Oracal), sowie im Spezialdruck hergestellte Digitaldruckaufkleber.

Die häufigste Anwendung finden Haubentransparente beim klassischen Ausstecker (Auslegertransparent), sowie in der Leuchtwerbung an Einzelhandelsgeschäften.

Ausstecker in der Ausführung als beidseitiges Haubentransparent

Ausstecker in der Ausführung als beidseitiges Haubentransparent mit kaschiertem Digitaldruck.

Ausstecker werden größtenteils  in den Abmessungen 600mm x 800mm gefertigt. Obwohl hier auch alle Zwischengrößen bzw. auch größere Formate denkbar wären, sind diese Maximalmaße meist durch Bauauflagen (Baubehörde, Denkmalschutz) vorgeschrieben.

Die Hauben werden aus opalem, 4mm starkem Acrylglas gefertigt. Die Haube taucht in das Aluminiumprofil des Transparentes ein und wird durch Blechschrauben o.ä. gehalten. Um temperaturbedingte Dehnungen auszugleichen und das Transparent spannungsfrei zu halten, werden die Bohrungen im Acrylglas in Form von Langlöchern vorgenommen.

August 30, 2010

Werbeflächen EHC-Autowaschstraße

Im Zuge der Umrüstung einer Autowaschstraße und den zugehörigen Autowaschplätzen wurde das gesamte Design der Anlage verändert. Hierzu wurden die Fassade, Attiken, Bedientafeln, Beschilderungen und Werbeflächen überarbeitet.

Nach dem Entwurf der Werbeagentur ab-design erfolgte die Umsetzung des neuen Layouts mit Digitaldrucken auf unterschiedlichen Medien. Zum Einsatz kamen hierbei:

  • Digitaldruckaufkleber (Digitaldruck auf selbstklebende Hochleistungsfolien)
  • Leuchtflächenaufkleber (Digitaldruck im Spezialverfahren auf Hochleistungsfolien für Hinterleuchtung)
  • Posterdrucke (Digitaldrucke auf witterungsbeständige Postermaterialien, sowie hinterleuchtbare Postermaterialien im Spezialdruckverfahren)
  • Folienbeschriftungen mit retroreflektierender Folie
  • Werbeplanen (Digitaldruck auf Netzvinylplanen)

Alle Materialien sind beständig gegenüber Witterungseinflüssen (UV-Einstrahlung, Feuchtigkeit, etc.) und damit für den Außeneinsatz geeignet.

Attika

Ansicht der Attiken nach der vollständigen Kaschierung.

Ansicht der Attiken nach der vollständigen Kaschierung.

Die vorhandene Attika wurde ganzflächig überklebt. Für eine Gesamtlänge von über 100 lfm. wurden hierzu Digitaldrucke auf selbstklebender Hochleistungsfolie produziert. Die ausgewählte Folie verfügt über einen grauen Kleber, der alte Motive bzw. nichtweiße Untergründe aussperrt. Die Fertigung erfolgte in Bahnen je Hallenseite mit entsprechenden Teilungen für die Montage. Für die Kaschierung wurden mehrere Tage benötigt.

Aufgesetzter Folienplot

Kaschierte Attika mit aufgesetztem Folienplot (EHC-Logo).

Gesamtansicht der kaschierten Attika und der kaschierten Seitenwände.

Gesamtansicht der kaschierten Attika und der kaschierten Seitenwände.

Detailansicht der kaschierten Attika des Waschplatzes

Detailansicht der kaschierten Attika des Waschplatzes

Abschließend wurden die Logos des EHC-Berlin (www.eisbaeren.de) als mehrfarbiger Folienplot auf die Drucke aufgesetzt. Als besonderen Effekt gerade für die Abend- und Nachtstunden wurde anstelle einfacher weißer Folie eine retroreflektierende Folie gewählt. Diese reflektiert Scheinwerfer- und Kunstlicht stärker als die normale Folie.

Kaschierarbeiten an der Attika der Waschhalle

Kaschierarbeiten an der Attika der Waschhalle; Verklebung der digital bedruckten Hochleistungsfolie.

Werbeflächen

Die Seitenwände der Waschplätze bestehen aus Hartschaum-PVC-Platten und damit hervorragend für die Beklebung mit großformatigen Digitaldrucken geeignet. Nach einer gründlichen Vorreinigung wurden die ca. 2,70m x 1,90m großen Flächen mit Digitaldruckaufklebern kaschiert. Auf der Hochleistungsfolie kann mit einer hohen Auflösung von 720dpi gedruckt werden, sodass sich auch Fotos und detaillreiche Motive in hoher Qualität wiedergeben lassen. Alle Drucke sind durch ein Laminat vor mechanischen, chemischen und witterungsbedingten Einflüssen geschützt.

Vollflächige Kaschierung von PVC-Flächen mit Digitaldrucken auf Hochleistunsfolie.

Vollflächige Kaschierung von PVC-Flächen mit Digitaldrucken auf Hochleistunsfolie.

Leuchtflächen

Auf Leuchttransparenten kommen spezielle, für die Hinterleuchtung geeignete Folien zum Einsatz, die zudem in einem besonderen Druckmodus digital bedruckt werden müssen, um bei Hinterleuchtung satte Farben zu erreichen.

Die Kaschierung erfolgte hier nach Entfernung von Altbeklebung, Kleberückständen und Fettrückständen auf die opalen Acrylflächen.

Kaschierungen der Leuchtflächen in der Waschstraße.

Kaschierungen der Leuchtflächen in der Waschstraße. Spezialfolien und Spezialdruckverfahren für Hinterleuchtung (hier LED).

Kaschierungen der Leuchtfläche eines freistehenden Leuchttransparentes.

Kaschierungen der Leuchtfläche eines freistehenden Leuchttransparentes. Spezialfolien und Spezialdruckverfahren für Hinterleuchtung.

Posterdrucke

Werden Postermotive nur kurzfristig für einige Wochen im Außenbereich eingesetzt, kann mensch getrost auf Bilderdruckpapier mit Schutzlaminat zurückgreifen. Dieses lässt sich mit witterungsbeständigen Tinten bedrucken, sodass auch bei einsickernder Feuchtigkeit (Kondens- und Spritzwassser, Regen) die Tinten nicht verlaufen. Jedoch nimmt das Papier mit der Zeit Wasser auf und wird wellig und rissig.

Aus diesem Grund fiel die Wahl auf ein synthetisches Postermaterial, welches die gleichen Bedruckeigenschaften aufweist, jedoch kein Wasser aufnimmt. Diese Kunststoffposter halten wesentlich länger der Witterung stand und können zur Not auch in Klapprahmensystemen eingesetzt werden, in denen die Schutzfolie bereits fehlt oder beschädigt ist.

Werbeplanen/Fassadenverspannung

Verspannung der Hallenwand mit Werbeplanen

Verspannung der Hallenwand mit Werbeplanen, Kaschierung der Türflächen mit Digitaldrucken

Momentaufnahme der Montagearbeiten zur Wandverspannung.

Momentaufnahme der Montagearbeiten zur Wandverspannung.

Detailansicht zur Wandverspannung. Tür und Blende.

Tür und Blende sind mit Digitaldrucken kaschiert. Zum Schutz vor Verletzungen und um die Unterkonstruktion zur Seite zu verbergen, wurden die Blenden abgekantet.

Spannkonstruktion bestehend aus Ringöse, Stahlseil und Kabelbindern.

Das durch Ringösen geführte Stahlseil dient der Verspannung der Werbeplanen. Die Verspannung erfolgt mit UV-stabilisierten Kabelbindern.

Um den Baukörper selbst als Werbefläche zu inszenieren, wurden die Fassadenflächen mit Netzvinylplanen überspannt. Die Montage der digital bedruckten Planen erfolgte in einen Spannrahmen aus Stahlseil. Die Türen, Hausbeleuchtung, etc. wurden dabei ausgespart.

Die Türflächen wurden mit Digitaldruckaufklebern kaschiert.

Für Bereiche, die sich mit Werbeplanen nicht mehr sinnvoll überspannen ließen, wurden Blenden aus Aluminiumverbundplatten hergestellt, auf die ebenfalls Digitaldruckkaschierungen erfolgten.

Da hier der Betrachtungsabstand zum Erfassen des Gesamtmotives mehrere Meter beträgt, setzen sich die einzelnen Werbeflächen bei entfernter Betrachtung zu einem Gesamtmotiv zusammen.

Gesamtansicht der Wandverspannung.

Gesamtansicht der Wandverspannung. Die Teilflächen fügen sich zu einem Gesamtbild zusammen.

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