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Juni 11, 2010

Erhaben, dekupiert oder farbig hinterlegt.

Schilder — Schlagwörter: ,

Eine weit verbreitete Art der Leuchtwerbeumsetzung ist das Arbeiten mit dekupierten Schriftzügen. Das klassische Leuchttransparent – der Leuchtkasten – erfährt hierdurch eine starke Aufwertung.

Dekupierter Buchstabe, farbig hinterlegt.

Dekupierter Buchstabe, farbig hinterlegt.

An Stelle der frontseitigen Acrylglasscheibe bzw. -haube wird eine lichtundurchlässige Aluminiumverbundplatte verwendet. Aus dieser Platte werden Schriftzüge und Formen als Negativ ausgeschnitten – dekupiert.

Dekupierter Schriftzug farbig hinterlegt bei Tag

Dekupierter Schriftzug farbig hinterlegt bei Tag (Beleuchtung ausgeschaltet)..

Der ausgesparte Schriftzug kann dann entweder mit farbigem Acrylglas hinterlegt werden oder mit erhabenen Buchstaben aus Acrylglas durchgesteckt werden.

Beim Hinterlegen wird hinter die ausgesparten Formen/Buchstaben auf der Rückseite der Aluminiumverbundplatte farbiges Acrylglas verklebt.

Dekupierter Buchstabe, erhabenes Acrylglas durchgesteckt.

Erhabener Schriftzug mit 10mm transparentem und 3mm farbigem Acrylglas.

Beim Durchstecken wird stärkeres Acrylglas entsprechend des Positivform des Schriftzuges geschnitten und durch die Ausparung durchgesteckt. Diese Variante wirkt durch das Relief der Buchstaben plastischer und strahlt auch leicht zur Seite ab. Das erhabene Plexiglas kann dann entweder mit durchgefärbten Folien bezogen werden oder es wird eine zweite, dünnere farbige Plexiglasfläche aufgesetzt.

erhabener Schriftzug ohne Hinterleuchtung (Tagwirkung)

Erhaben durchgesteckter Schriftzug bei Tag (Beleuchtung ausgeschaltet).

Beide Effekte können auch geschickt kombiniert werden. Die lichtundurchlässige Trägerplatte kann zudem lackiert oder auch mit einem Digitaldruck bzw. Folienschriften kaschiert werden.

Erstellen von Plotdaten

Wir wollen Ihnen an dieser Stelle kurz beschreiben, wie Sie fehlerfreie Daten für die Verarbeitung auf Schneidplotanlagen erstellen bzw. prüfen können.

Erstellen/Prüfen von Plotdaten

Ein Plotter (von engl. plot = zeichnen), ist ein Aus­gabe­gerät, das technische Zeichnungen und Vek­tor­grafiken auf verschiedenen Medien darstellt. Andere Daten­formate sind nicht interpretierbar. Beim Schneide­plotter werden die Konturen/Pfade der Vektor­grafiken mit einem Messer in eine Beschrif­tungsfolie geschnitten.

Vektorgrafiken bestehen aus Punkten und Verbindungen zwischen ihnen (Linien, Gera­den oder auch Kurven). In Adobe Illustrator® stehen Ihnen zum Kombinieren von Vektorobjekten zu Formen zahlreiche Optionen zur Verfügung. Das Aussehen der resultierenden Pfa­de oder Formen hängt dabei von der gewählten Kombi­nationsmethode ab.

1. Erstellen von Plotdaten in Adobe Illustrator®

  1. Schriften in Pfade konvertieren.
    Schriftblock markieren, Menü Schrift > In Pfade umwandeln
    Bei mehreren Blöcken ist die Funktion Menü Auswahl > Objekte > Textobjekte sehr nützlich. Hiermit werden alle Schriften im Dokument ausgewählt.
  2. Pfade/Linien in Konturlinien umsetzen.
    Die Linie markieren > Menü Objekt > Pfad > Konturlinie
  3. Objekte/Formen verschmelzen bzw. zusammenfügen
    Die sich überlappenden Objekte, Formen oder Pfade markieren,
    in der Pathfinder-Palette auf das Symbol „Verdeckte Flächen entfernen“ bzw. „Überlappungsbereich entfernen“ klicken

Hinweise

Mit dem Zeichenstift-Werkzeug können Sie übrig­gebliebene Überlappungen nachträglich korrigieren.

Alle Objekte, die durch die Pathfinder-Werkzeuge um­­gewandelt wurden, werden automatisch gruppiert. Für die weitere Bearbeitung der einzelnen Objekte, müssen Sie die Gruppierung aufheben. Alle Objekte sind nun einzeln auswählbar und zu bearbeiten. Ggfs. müssen Sie noch die sogenannten “zusammengesetzten Pfade zurückwandeln“.

2. Prüfen von Plotdaten in Adobe Illustrator®

Für eine korrekte Plotdatei müssen folgende Dinge beachtet werden: Dokumenteninformation

  1. Das Dokument in der Pfadansicht auf nicht verwendete oder ungeeignete Objekte überprüfen.
    Strg + Y (wechselt in die Pfadansicht)
  2. Das Dokument muss maßstabsgerecht angelegt sein, Verkleinerungen sind erlaubt.
    z.B. 1:2, 1:3 usw.
  3. Der Farbmodus muss in CMYK angelegt sein.
    Datei > Dokumentfarbmodus
  4. Pixelbilder sind verboten, da sich der Schneidplotter nur an den Pfaden orientiert.
  5. Alle Pfade und Formen müssen miteinander verschmolzen bzw. zusammengefügt sein.
  6. Schriften müssen konvertiert sein.
  7. Linien dürfen die Dicke von mindestens 1 mm nicht unterschreiten, da
    - die Beschriftungsfolie beim Montieren reißt
    - die Schriften und Formen sich nicht ausheben lassen
    - sich die Klebkraft durch eine zu geringe Grundfläche verringert
  8. Die Dokumenteninformation weist u.a. auf noch vorhandene Schriften oder Bilder im Dokument hin.
    Fenster > Dokumenteninformation > über den kleinen Pfeil auf Schriften bzw. „Eingebettete/Verknüpfte Bilder“ klicken.
    Die Option „Nur Auswahl“ sollte immer deaktiviert sein, damit die Informationen des gesamten Dokuments abgefragt werden.
    Es dürfen sich keine Schriften/Bilder im Dokument befinden.

Erstellen von Druckdaten

Das häufigste Druckverfahren im Bereich der Außenwerbung ist der digitale Solventdruck. Dieses Tintenstrahldruckverfahren mit lösemittelhaltigen Tinten hat bestimmte Anforderungen an die digitalen Druckvorlagen, die Sie uns liefern oder die von uns erstellt werden. Die wichtigsten Parameter sind hier aufgeführt:

Vorbereitungen im jeweiligen Grafikprogramm

  • Entfernen Sie alle Elemente, die nicht produziert werden (Aufräumen der Datei).
  • Prüfen Sie Schriftgrößen und Linienstärken in Ihrem Layout.
    Hier gibt es keine allgemeinen Regeln. Je gröber der Bedruckstoff (z.B. Textilbanner, Netzvinyl, etc.) desto stärker sollten die Linien und Schriften angelegt sein.
    Erfragen Sie die passenden Richtwerte zu Ihrem Projekt!
  • Prüfen Sie den Farbraum des Dokumentes. Dieser muss in CMYK angelegt sein.
    Beim nachträglichen Umstellen werden Ihre Farben konvertiert. Prüfen Sie anschließend die Farbwerte.
  • Konvertieren Sie angelegte Sonderfarben (Pantone, HKS, etc.) in CMYK.
  • Reduzieren Sie das Dokument auf eine Ebene (“Auf Hintergrundebene reduzieren”).
  • Wählen Sie alle Schriften im Dokument aus und konvertieren Sie diese in Pfade.
  • Überprüfen Sie Verknüpfungen zu verlinkten Dateien.
    Insbesondere sollten diese über den gleichen Farbraum verfügen (CMYK) und ebenfalls keine Schriften enthalten (z.B. bei eingefügten EPS/PDF-Dateien). Dokumententinformation

Technische Angaben

  • Achten Sie auf PostScript-Kompatibilität (Level 2 oder 3)
    Die gängigsten, aktuellen Grafikprogramme (Adobe Creative Suite®, CorelDRAW®) bringen diese Unterstützung mit.
  • Achten Sie bitte bei der Bildauflösung von Pixelbildern (z.B. JPEG, TIFF) auf eine Auflösung von mindestens 72dpi, besser 144dpi;
    berücksichtigen Sie dabei auch den Maßstab - z.B. eine Auflösung von mindestens 720dpi im Maßstab 1:10
  • Um ein “satteres” Schwarz zu bekommen, legen Sie es bitte mit den CMYK-Farbwerten 40/40/40/100 an.
  • übersteigt das Format die Abmessungen 5,0m x 5,0m, legen Sie das Dokument bitte in einem Maßstab wie 1:2, 1:10 oder 1:100 an.
  • Farbverläufe müssen PostScript-kompatibel angelegt sein. Adobe unterstützt dies, in Freehand gibt es leider immer wieder Probleme.
  • Wenn Sie Transparenzen verwenden, müssen diese reduziert werden.
    Ist das Dokument im Maßstab 1:1 angelegt, wählen Sie die Einstellung “mittlere Auflösung”, wenn Ihr Programm hierfür 150dpi als Wert hinterlegt hat.
    Handelt es sich um einen sehr großen Druck mit größerem Betrachtungsabstand, sind auch 72dpi, die sogenannte “geringe Auflösung” ausreichend.
    Bei maßstabsgerechten Dateien müssen Sie ggfs. die Einstellungen für die Transparenzreduzierung im Programm anpassen.

Speichern der Produktionsdatei

  • Speichern Sie Datei als PDF in der PDF-Version 1.3
    Für Adobe-Produkte der Creative-Suite können Sie das folgende Einstellungsprofil verwenden.
    Die Nutzung des Profils erfolgt auf eigene Gefahr und setzt grundlegende Kenntnisse im Umgang mit graphischer Software voraus!
    Downloadlink zum Einstellungsprofil: Digitaldruck 2010
  • Arbeiten Sie mit Programmen außerhalb der Creative Suite ist der PDF-Export ggfs. fehlerbehaftet.
  • Drucken Sie eine PostScript-Datei mit dem Adobe-PS-Treiber, den Sie von der Adobe-Webseite herunterladen können (www.adobe.com/de).
    Die PostScript-Datei lässt sich mittels des Programms Adobe Distiller® in ein drucktaugliches PDF verwandeln.
  • Steht Ihnen der Adobe Distiller nicht zur Verfügung, verwenden Sie bitte den EPS-Export Ihres Programms.
    Erzeugen Sie eine EPS-Datei Ihres Dokumentes in der Version PostScript Level 2 ohne Vorschaubild.
    Erzeugen Sie eine JPEG- oder PDF-Datei zur Ansicht / visuellen Kontrolle Ihrer Druckdatei und liefern Sie diese mit.

Unklarheiten / Herausforderungen

Nicht alle Fälle lassen sich pauschal mit einer Checkliste klären. Fragen Sie uns!

Adobe product screenshot(s) reprinted with permission from Adobe Systems Incorporated. Adobe Illustrator, Adobe InDesign, Adobe Phothoshop and Adobe Freehand are either registered trademarks or trademarks of Adobe Systems Incorporated in the United States and/or other countries.

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