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März 30, 2011

Schaufensterbeschriftung mit Hochleistungsfolien

Schaufensterbeklebungen – Gestaltung mit Schneidplotfolie

Durchgefärbte Hochleistungsfolien sind für den langfristigen Außeneinsatz gut geeignet. Sie lassen sich hervorragend auf Glasflächen (z.B. Glasschilder, Schaufenster) kaschieren und auch nach Jahren wieder rückstandsfrei entfernen. Meist werden hierzu opake (lichtundurchlässige) Folien verwendet, es sind aber auch spezielle Anwendungsfälle mit transluzenten Folien (durchscheinend/hinterleuchtbar) machbar.

Die Montage von mehrfarbigen Folienmotiven erfolgt in mehreren Arbeitsgängen.

Montage der mehrfarbigen Folienbeschriftung. Alle Motive wurden im Schneidplotverfahren hergestellt. In diesem Fall wurde transluzente Hochleistungsfolie für Hinterleuchtung verwendet.

In diesem Beispiel wurden transluzente Hochleistungsfolien von Oracal (aus der Serie 8500) für die Kaschierung der Fensterscheiben des Ladengeschäftes verwendet. Die Gestaltung / Motiventwicklung erfolgte durch die Grafikerin des Auftraggebers. Die eingesetzten Folien sind speziell für den Einsatz auf Leuchttransparenten entwickelt, eignen sich aber ebenso gut für die Verklebung auf Glasflächen.

Die transluzenten, also durchscheinenden Folien leuchten nicht nur auf speziellen Leuchtwerbeanlagen, sondern auch beim Durchscheinen von Sonnenlicht.

Die transluzenten Folien "leuchten", wenn das Sonnenlicht auf das Schaufenster nach innen fällt.

Sie lassen Licht – in diesem Fall Tageslicht – hindurch, was hier gezielt als Effekt genutzt wurde. Die Blumenmotive “leuchten”, wenn die Sonne auf die Schaufenster fällt, abends bzw. bei Beleuchtung der Innenräume “leuchten” die Motive dann nach außen.

Für einen Teil der Fotos bedanken wir uns herzlich bei www.zukunftswerkstatt-heinersdorf.de.

Januar 25, 2011

Glasdekorfolien zur Gestaltung von Glasflächen

Von Glasdekor- und Milchglasfolien

Glasdekore, v.a. die silberne Einfärbungen werden häufig auch als Milchglasfolie bezeichnet. Glasdekore machen Glasflächen undurchsichtig, ohne gleichzeitig den Lichteinfall komplett zu nehmen. Glasdekore reduzieren den Oberflächenglanz von Glas und reduzieren somit unerwünschte Spiegelungen. Sie erzeugen den Eindruck von geschliffenen oder geätztem Glas und trüben die Durchsicht ohne dahinter liegende Räume zu verdunkeln. Sie eignen sich daher auch gut als Sichtschutz für Büroeinheiten, Schaufenster, etc. Glasdekorfolien lassen sich gut im Schneidplot verarbeiten, sodass ausgesparte Texte, Logos oder einfache grafische Motive möglich sind. Erhältlich sind verschiedene Färbungen (z.B. gold, silber), die am häufigsten nachgefragt werden.

Im Innenbereich (wenig bis gar keine UV-Einwirkung) halten diese Folien “beinahe unbegrenzt” (der Hersteller verspricht 7 Jahre Haltbarkeit bei vertikaler Außenbewitterung) und lassen sich selbst nach Jahren noch rückstandsfrei entfernen. Unsere Erfahrungen beziehen sich dabei auf Folien von Oracal, bei Glasdekoren anderer renommierter Hersteller sollte dies aber ähnlich sein. Von dem Einsatz von “Baumarkt-” oder “No Name”-Folien raten wir ab.

Die meisten Glasdekore verfügen über einen permanenten Kleber (Solvent Polyacrylat), d.h. sie lassen sich nur mit Wärme und viel Handarbeit ablösen. Bei kurzfristig angelegten Beklebungen, z.B. im Messebereich empfehlen wir den Einsatz von Trennmitteln bei der Verklebung. Trennmittel reduzieren die Klebkraft der Folie, sodass die Folienentfernung schneller zu bewerkstelligen ist.

Januar 14, 2011

Großflächige Folienbeschriftungen

Einsatz von Aufklebern (Digitaldruckfolien) und Folienschriften (Schneidplotfolie) für Fassaden und Großflächen

Schneidplotfolien und Digitaldrucke können für großflächige Kaschierungen (Schaufenster, Fassade) eingesetzt werden. Die meisten Schneidplotfolien liegen bis zu einer Bahnbreite von 1260mm vor (manche auch nur darunter), sodass große Buchstaben mit Teilungen hergestellt werden müssen.

Folienplot aus Hochleistungsfolie, kaschiert auf eine Hallenwand über eine Länge von ca. 30m.

Folienplot aus weißer Hochleistungsfolie. Die Folienbeschriftung wurde über eine Länge von ca. 30m auf der Hallenwand kaschiert.

Eine Teilung des Motivs wäre aber selbst dann nötig, da die Montage von Bahnbreiten über 1200mm bereits aufwändig und bei noch größeren Breiten nicht mehr sinnvoll zu lösen wäre.

Wird mit Teilungen gearbeitet, so erfolgt dies meist mit einer geringen Überlappung der Folien, um schrumpfungs- und dehnungsbedingte Veränderungen der Folie ohne spätere Blitzer zu ermöglichen.

Lediglich in Spezialfällen wie Hinterleuchtungen oder kurzfristige Anwendungen kann darauf verzichtet werden.

Montageuntergründe für Folien und Aufkleber

Wichtigste Voraussetzung für die Großflächenkaschierung ist ein geeigneter Untergrund. Dieser ist im besten Fall sehr glatt (ohne Prägungen / Strukturen) und aus einem witterungsbeständigem Material. Die häufigsten Verklebungen von Aufklebern und Folien erfolgen daher auf Aludibond® (einem Aluminiumverbundmaterial, siehe auch unser Blogartikel “Werbetafeln und Firmenschilder aus Aluminiumverbundplatten“), Acryl- bzw. Plexiglas®, reinem Aluminium oder Stahl, bzw. Kunststoffen wie PVC und Glas. Allen Materialien gemein ist, dass sie weitestgehend witterungsbeständig sind und wenig bzw. kein Wasser aufnehmen und eine geringe Materialdehnung aufweisen. Unbehandelte Oberflächen wie Holz, Beton, Stein, etc. sind dagegen eher ungeeignet. Hier gibt es inzwischen eine Reihe von Spezialfolien, deren Einsatz bei Fassadenflächen preislich aber noch nicht attraktiv sind. Darüber hinaus lassen sich die im Messebereich anzutreffenden MDF-Platten gut kaschieren, da sie über eine Kunststoffoberfläche oder Lackierung verfügen, die eine gute Klebehaftung der Folien und Aufkleber ermöglicht.

Lackierte, glatte Oberflächen sind ebenfalls für die Folienbeklebung mit Plotfolie oder Digitaldrucken geeignet, jedoch muss hier eine ausreichend lange Trocknungszeit (ca. 3 Wochen) eingeplant werden, bis der Lack vollständig ausgegast und durchgehärtet ist.

Sind die grundsätzlichen Montagevoraussetzungen erfüllt, steht der Beklebung nichts mehr im Wege. Ein Aufmaß- und Besichtigungstermin vor Ort dient zur Erfassung der Abmessungen der Fassadenfläche und der Prüfung der Montagebedingungen (z.B. Stellfläche für Arbeitsbühnen, Rüstungen, etc.).

Besonderheiten bei großflächigen Folienbeschriftungen (Folien-/Schneidplot)

Produziert werden die Beschriftungen von einer Vektordatei, d.h. alle Formen, Buchstaben, etc. müssen als Pfadobjekt in einem Layoutprogramm wie z.B. Corel Draw®, Adobe Illustrator®, InkScape, FreeHand®, etc. erzeugt werden. Mehrfarbige Motive sind möglich, so weit sich in der Farbpalette des Folienherstellers (z.B. von Orafol, Farbkarte Serie 751) eine passende Farbe findet. Großformatige Fotos, bzw. vielfarbige Motive können bei der ausschließlichen Umsetzung mit Plotfolie nicht realisiert werden, Kombinationen aus beiden Verfahren (Schneidplot + Digitaldruck) sind aber ohne Probleme möglich. Besteht die Möglichkeit, alle Bestandteile des Motivs als Schneidplot zu realisieren, wäre dieses Verfahren dem Digitaldruck vorzuziehen, um eine längere Haltbarkeit (bis zu 8 Jahren, laut Hersteller) zu erreichen.

Besonderheiten bei großflächigen Digitalduckkaschierungen (Aufkleber)

Digitaldrucke auf selbstklebende Hochleistungsfolien (sogenannte Aufkleber) ermöglichen mehr Spielraum bei der Gestaltung. Der Druck erfolgt im Farbsystem CMYK auf selbstklebende Vinyl-/PVC-Folie. Je nach Anwendungszweck (Motiv) kann der Druck auf weiße, opake Folie oder auf transparente (klare) Folie erfolgen. Auf transparenten Folien lassen sich auch Deckweißanwendungen realisieren, die bislang dem Siebdruck vorbehalten waren. Insbesondere für Schaufenster bzw. Glasflächen/-fassaden erweitert Deckweiß die Gestaltungsmöglichkeiten, da nun blickdichte, transluzente (durchscheinend) transparente Bereiche bereits im Druck kombiniert werden können.

Bei großen Flächen wird auch hier in Bahnen mit Teilungen und automatisch generierten Überlappungen produziert. Mit einigen Digitaldruckmaschinen (z.B. Roland VersaCAMM-Drucker) lassen sich Digitaldruck und Schneidplot kombinieren, sodass hier direkt nach dem Druck ein maschineller Konturplot erfolgt.

Aufgrund der geringeren Haltbarkeit der Tinten (je nach UV-Einstrahlung ca. 2 Jahre) finden Digitaldruckkaschierungen derzeit am häufigsten in der saisonalen Werbung, kurzzeitigen Promotions (Shopwerbung) und im Messebereich Anwendung.

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